Anleitung für einen erfolgreichen Ramadan
Wie du einen besonders erfolgreichen und produktiven Ramadan erleben kannst!

Bismillah!

As-Salamu alaykum wa Rahmatullahi wa Barakatuh!

Mein Name ist Hadhemi Gafsi, die Gründerin von Islam-leben.de und Entwicklerin des Lebens-, Selbst- und Zeitmanagementkurses für Muslime, sowie des Ramadan-Erfolgs-Online-Kurses.

Ich werde dir im Folgenden eine Anleitung geben, die dir zeigt, welche praktischen Schritte du gehen solltest, damit dieser Ramadan dein bisher bester und produktivster Ramadan werden kann, inschaALLAH. Denn die Schritte, die du gleich lernen wirst, helfen dir vor allem helfen deine Nafs und deine Zeit besonders gut in den Griff zu bekommen und vor allem dein Durchhaltevermögen zu stärken, was unglaublich wichtig für den Erfolg ist.

Bevor wir aber gleich zu der Anleitung kommen, ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, was denn überhaupt einen produktiven und erfolgreichen Ramadan ausmacht und warum gerade der Ramadan, die beste Zeit für Veränderungen ist, um das eigene Leben in Richtung Erfolg zu lenken, inschaALLAH.

Woran erkennst du, dass du einen produktiven und erfolgreichen Ramadan erlebt hast?

ALLAH, der Erhabene, hat uns einen erfolgreichen Ramadan wie folgt sinngemäß beschrieben:

"(183) O ihr, die Iman (Überzeugung) habt! Das rituelle Fasten wurde euch geboten, wie es denjenigen vor euch geboten wurde, damit ihr gottesfürchtig handelt (arab.: tattaqun). Es sind abgezählte Tage. Wer jedoch von euch krank oder auf Reisen war, so (holt er nach die) gleiche Anzahl an anderen Tagen. Und für diejenigen, denen es schwer fällt, ist dessen Ersatz die Speisung eines Bedürftigen. Und wer mehr Gutes freiwillig gibt, so ist dies besser für ihn. Und wenn ihr fastet, ist es besser für euch, würdet ihr es nur wissen." (Quran, 2:183-184)

Man kann also sagen, dass du einen produktiven und erfolgreichen Ramadan hattest, wenn du es geschafft hast, mit Hilfe des Fastens mehr Taqua (Gottesfurcht) zu entwickeln und dich auch nach dem Ramadan dauerhaft dementsprechen benimmst.

Damit ist vor allem gemeint, dass du mit Hilfe des Fastens schlechte und schädliche Gewohnheiten mit guten ersetzt hast. Zu schlechten Gewohnheiten gehören sowohl Sünden, als auch Handlungen die zu Sünden und Zeitverschwendung führen. Und zu guten Gewohnheiten gehören insbesondere regelmäßig verrichtete Ibadat (gottesdienstliche Handlungen), insbesondere das Gebet, das studieren des Quran und das Gedenken ALLAHs, sowie anderen guten Taten, die dich deinen Zielen in Diesseits und Jenseits näher bringen.

"Es ist der Monat Ramadan, in dem der Quran hinabgesandt wurde als Rechtleitung für die Menschen und als deutliches Zeichen von der Rechtleitung und Al-Furqan (das Unterscheidende). Wer von euch diesen Monat erlebt, so soll er darin fasten! Und wer krank oder auf Reisen war, (fastet) an anderen Tagen die gleiche Anzahl. ALLAH will für euch Erleichterung; doch ER will für euch keine Erschwernis. Und (ER gebot es euch), damit ihr die Anzahl (der Fasten-Tage) vervollständigt, ALLAH mit „Allahu Akbar“ (ALLAH ist der größte) für das rühmt, was ER euch an Rechtleitung zukommen ließ, und ihr euch dankbar erweist. (186) Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen: ‚ICH bin gewiß nahe, erhöre das Bittgebet des Bittenden, wenn er an Mich Bittgebete richtet; so sollen Sie Mir folgen und den Iman an Mich verinnerlichen, damit sie das Wahre treffen.‘ (Quran, 2:185-186)

Das Fasten im Ramadan soll also dazu führen, dass wir ALLAH gegenüber dankbar werden und mehr gedenken. Es soll uns also ALLAH näher bringen, was wiederum zur Taqua (Gottesfurcht) führt. Denn wenn du ALLAH ständig gedenkst, schämst du dich IHM gegenüber ungehorsam zu sein und zu sündigen. D.h. dein Fasten ist dann produktiv, wenn es dich dazu bringt ALLAH viel zu gedenken, IHM gegenüber dankbar zu sein und dich von den Sünden fernhälst. Doch damit dein Fasten im Ramadan auch wirklich diesen Einfluss auf dich hat, ist es wichtig, dass du verstehst was es bedeutet richtig zu fasten.

Wie fastet man produktiv?

Fasten bedeutet nicht, dass du dich nur von Essen und Trinken etc. fernhalten sollst, sondern Fasten bedeutet, dass du dich insbesondere auch von Sünden und schlechten Taten fernhälst und von Dingen, die dich dazu führen, diese zu begehen. Damit du das schaffst, ist es notwendig, dass du schlechte Gewohnheiten, die dich zu Sünden und schlechten Taten führen, mit anderen guten Gewohnheiten ersetzt. Und wenn du dich im Ramadan 29 bis 30 Tage lang daran gehalten hast und dabei die richtige und Aufrichtige Absicht gehabt hast, dich dauerhaft zum besseren weiterzuentwickeln, dann wirst du dich im Laufe des Ramadans daran gewöhnen vom Schlechten abzulassen und mehr Gutes zu tun, sowie produktiver zu sein und es wird dir auch nach dem Ramadan weiterhin leicht fallen dabei zu bleiben.

Es gibt viele Studien, die belegen, dass man etwa 30 Tage braucht, um sich eine neue Gewohnheit anzueignen. Und mit dem Begriff "Gewohnheit" ist gemeintt, dass du etwas ohne große Anstrengung tust und ohne großen Inneren Kampf mit deiner Nafs (Ego). Es fällt dir sogar eher schwer davon abzulassen. Wäre es daher nicht schön, wenn du verschiedene gottesdienstliche Handlungen, wie das Gedenken ALLAHs, das freiwillige Gebet, das tägliche Lesen des Quran, die Sadaqa etc. zu einer täglichen produktiven Gewohnheit machst, die dir kaum schwer fällt und dich erfolgreich macht? Wenn es dir bisher schwer gefallen ist, diese Ibadat (gottesdienstlichen Handlungen) in deinem Alltag einzubauen und auch wirklich regelmäßig Tag für Tag zu verrichten, so hast du im Ramadan die besondere Chance das endlich hinzukriegen. Denn der Ramadan ist der Monat der Veränderung.

 

Der Ramadan ist die beste Zeit für Veränderungen

Der Grund, warum die Sahaba, ALLAHs Wohlgefallen mit ihnen, so erfolgreich waren und den Ramadan besonders gut nutzen konnten, war der, dass sie verstanden haben, welche Chance ihnen ALLAH mit dem Fastenmonat Ramadan bietet. Sie haben verstanden, dass Ramadan die besondere und einzigartige Chance ist, um sein gesamtes Leben grundlegend für immer zu verändern. Denn im Ramadan fällt es sehr leicht an sich zu arbeiten und gute Gewohnheiten anzueignen, als in anderen Monaten. Davon berichten viele und das hat folgende Gründe:

1. Grund: Es ist eine gesegnete Zeit und es herrschen optimale Bedingungen

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte:”Wenn Ramadan kommt, werden

  1. die Tore des Paradieses geöffnet,
  2. die Tore des Höllenfeuers geschlossen und
  3. die Satane in Ketten gefesselt.“ (Buchari)

ALLAH gibt uns im Ramadan eine besonders gute Gelegenheit, um an uns arbeiten zu können, weil er uns die Bedingungen hierfür erleichtert. Denn in diesem Monat sind die Satane gekettet, d.h. sie können keinen großen Einfluss auf uns einüben und uns daran hindern produktiv zu sein, wie in den anderen Monaten. Außerdem ist es eine sehr gesegnete Zeit, während der die Höllentore geschlossen und die Paradiestore geöffnet sind. D.h. gute Taten zu verrichten und produktiv zu sein fällt einfach viel leichter. Außerhalb des Ramadans fällt es den meisten schwer an sich zu arbeiten und sich zu ändern. Man kann außerhalb des Ramadan höchstens an ein bis zwei Gewohnheiten gleichzeitig arbeiten. Im Ramadan selber  läuft alles aber viel leichter. Deswegen fällt es vielen leichter im Ramadan zu fasten, die Tarauih-Gebete zu verrichten, den Quran täglich zu lesen etc. Es fällt uns also leichter an vielen Dingen gleichzeitig zu arbeiten. In keinem anderen Monat kannst du dich daher so schnell in verschiedenen Bereichen weiterentwickeln.

2. Grund: Das auferlegte Fasten stärkt unsere Disziplin und Durchhaltevermögen

Durch das auferlegte Fasten hilft uns ALLAH unsere Nafs zu erziehen und unsere Selbstdisziplin zu stärken. Disziplin und Durchhaltevermögen sind unglaublich wichtig für den Erfolg. Das ist das was wir im Islam als Sabr (Geduld) bezeichnen. Leichter als im Ramadan wird es also in keiner anderen Zeit sein, wenn es darum geht sein Durchhaltevermögen zu trainieren. Der Ramadan ist deswegen eher eine Art Trainingslager, um die eigene Produktivität zu stärken.

Viele Muslime sehen den Ramadan leider eher als eine Zeit, die man einfach nur durchhalten muss, weil man fasten und besonders viel beten sollte. Sie sind eher auf eine Art "Überlebens-Modus" eingestellt und haben die Absicht nur in dieser Zeit besonders viel zu leisten. Das ist aber die falsche Einstellung und wer so an den Ramadan herangeht, der wird nicht dauerhaft davon profitieren.

Die Gefährten des Propheten (ALLAHs Wohlgefallen mit ihnen) waren deswegen so erfolgreich, weil sie diese Chance erkannt haben, den ihnen der Ramadan bietet. Es ist keine Zeit die man durchhalten muss, sondern es ist eine besondere Chance, die man nutzen muss, wenn man sich innerhalb kürzester Zeit grundlegend zu einem erfolgreicheren Muslim bzw. Muslima ändern möchte. Es ist deine Chance jetzt an dir zu arbeiten und das Fasten ist dazu ein wichtiges Mittel. Nutze diese Zeit daher sehr gut, denn sie vergeht leider sehr schnell.

3. Grund: Der Ramadan hilft dir dich auf das Wesentliche zu besinnen

Der Ramadan ist auch deswegen ein besonderer Monat, weil er uns hilft zu erkennen, was im Leben besonders wichtig ist. Wenn man vorher dazu geneigt war Prioritäten falsch zu setzen und dem diesseitigen Leben den Vorrang zu geben und die eigenen Ibadat (gottesdienstlichen Handlungen) bzw. den Sinn des Lebens zu vernachlässigen, so fällt es einem im Ramadan viel leichter sich wieder mehr den Wichtigen Dingen im Leben zu widmen. Das gilt allerdings nur für diejenigen, die die Bedeutung des Ramadans verstanden haben und nicht nur deswegen fasten, weil es auch alle anderen tun.

Der Ramadan ist  also der Monat der besonderen Taten. Es ist ein Monat in welchem du an alles arbeiten solltest, was für dein diesseitiges und jenseitiges Erfolg wichtig ist. Es ist der Monat in welchem du dich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren solltest. Verbringe daher diesen Monat bitte nicht im Schlafen. Manche Muslime denken, dass sie wegen dem Fasten und der Ibadat nicht dazu in der Lage sein können an andere wichtige Dinge und Projekte zu arbeiten. Dabei fällt es erfahrungsgemäß vielen gerade am leichtesten im Ramadan besonders produktiv zu sein. Nutze daher diese Zeit um wichtige Projekte und Ziele voranzubringen, die du außerhalb des Ramadans vernachlässigt hast, oder die dir bisher schwergefallen sind.

Der Ramadan ist aber natürlich vor allem der Monat der Ibada (gottesdienstliche Handlungen), die wir meistens leider zu sehr vernachlässigen, obwohl sie in diesem Leben, das absolut Wichtigste sind. Der Ramadan ist die Zeit, um die Grundsteine für deinen Iman zu setzen und diese aufzubauen, damit du auch nach dem Ramadan auf dem richtigen Weg bleibst und dich auch ohne schlechtes Gewissen anderen Lebensbereiche widmen kannst. Viele von uns haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie weltliche Ziele verfolgen, weil sie ihre Ibadat vernachlässigen. Du kannst aber beides tun, an deinen Ibada arbeiten und weltliche Ziele verfolgen. Doch die Ramadan-Zeit solltest du dich natürlich verstärkt um deine Ibadat kümmern.

Die Ibada und die Persönlichkeitsentwicklung sind die wichtigsten Dinge im Leben, denn diese sind notwendig für deinen Erfolg im Jenseits und auch für deinen Erfolg in allen deinen Lebensbereichen. Wenn du bei deinen Ibadat große Mangel hast, wird sich das auf dein gesamtes Leben auswirken. Wenn du deine Ibadat jedoch in den Griff bekommst, wird dir alles andere auch leicht fallen und ALLAH wird dir deine Zeit segnen, inschaALLAH.

Nutze diese besondere Zeit um dein Leben in Richtung erfolg zu lenken

ALLAH hat uns im Ramadan also optimale Bedingungen geschaffen, um an uns erfolgreich arbeiten zu können. Dazu gehört insbesondere uns gute Gewohnheiten anzueignen und schlechte abzulegen, denn wir sind besonders im Ramadan sehr stark bestrebt, das beste aus unserer Zeit zu machen. Daher ist der Ramadan und insbesondere die Zeit vor dem Ramadan, die beste Zeit um an seiner Selbstorganisation und seinem Zeitmanagement zu arbeiten. Schließlich wollen wir diese 29 bis 30 Tage und Nächte so gut wie möglich für unser jenseitiges Leben nutzen, besonders die Lailat-ul-Qadr (die Nacht der Macht), die soviel Wert ist wie tausend Monate (84 Jahre).

Dies ist die also beste Zeit, um dein Leben in Richtung erfolg zu lenken. Wenn nicht jetzt, wann dann? Es gibt keine bessere Zeit im gesamten Jahr, um an sich arbeiten zu können! Jetzt ist die richtige Zeit, um an dich zu arbeiten!

Fassen wir kurz zusammen: Dein Ramadan ist wird genau dann erfolgreich sein, wenn du dich zu deinem besseren Ich weiterentwickelst, und nach dem Ramadan nicht zu alten Gewohnheiten zurückkehrst, sondern bei deiner positiven Veränderung bleibst, weil sie dir dann auch leichter fällt. Und wenn das der Fall ist, dann kannst du stark annehmen, dass dein Ramadan von ALLAH inschaALLAH auch angenommen wurde. Und wenn er angenommen wurde, dann erwartet dich folgende Belohnung:

Vergebung und Eintretung ins Paradies

Abu Huraira berichtete, dass der Prophet Muhammad (Allahs Friede und Segen auf ihm) sagte:

"Wer auch immer im Ramadhan aus Iman und mit Hoffnung auf Belohnung fastet, dem werden all seine vorherigen Sünden vergeben sein." (Berichtet von al-Buchari, 38; Muslim, 760)

Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte:

"Wer immer im Monat Ramadhan aus reiner Überzeugung und in der Hoffnung auf Allahs Lohn betet, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben." (Berichtet von al-Buchar, Nr. 0037)

Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm), berichtete, dass der Gesandte Allahs, ALLAHs Segen und Frieden mit ihm, sagte:

„Wer immer - aus der Überzegung her und aus der Hoffnung auf den Lohn Allahs - die Nacht der Bestimmung (Lailat-ul-Qadr) im Beten verbringt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben.

Wie du siehst hat dir ALLAH es sehr leicht gemacht, damit Er dir alle deine vergagenen Sünden vergibt. Und die Vergebung der Sünden führt ins Paradies.

Der Gesandte ALLAhs (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) sagte:

„Wer von Allah und Seinen Gesandten überzeugt ist, das Gebet verrichtet und im Ramadan fastet, der hat gegenüber Allah ein Recht darauf, dass Er ihn ins Paradies eintreten lässt, gleichwohl, ob er auf dem Weg Allahs den Dschihad unternahm oder in seinem Land daheim saß, wo er geboren wurde.“ (Berichtet von Buchari, 7423)

Und er (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) sagte:

„Allah sagt: ‚Das Fasten ist für Mich, und ich werde es belohnen. Der Mensch gibt seine Gelüste und sein Essen und Trinken um meinetwillen auf. Fasten ist ein Schutz, und der fastenden Person stehen zwei Freuden bevor: Wenn er sein Fasten bricht und wenn er seinen Herrn trifft. Und der Geruch aus dem Mund eines Fastenden ist bei Allah besser als der Duft von Moschus.“ (Berichtet von Buchari, 7492; Muslim, 1151.)
 

Nun liegt es an dir, ob du diese besondere Zeit dazu nutzen willst, um ALLAHs Vergebung und den Erfolg in Diesseits und Jenseits zu erlangen.

Doch allein zu wissen, dass man diese Zeit sinnvoll nutzen sollte und was für Belohnung einen erwarten reicht nicht, um erfolgreich sein zu können. Man braucht auch eine Erfolgs-Strategie bzw. einen sinnvollen Plan, um das erreichen zu können. Da aber viele Muslime so einen Plan nicht haben, erleben sie Jahr für Jahr im Ramadan die gleiche Katastrophe. Jedesmal wollen sie es anders und besser machen, aber sie schaffen es nicht, weil sie nicht mit der richtigen Strategie an die Sache herangehen und es ihnen besonders schwer fällt die Herausforderungen des Ramadans zu meistern. Geht es dir auch so?

 

Die häufigsten Probleme und Herausforderungen im Ramadan

Falls der folgende Ramadan nicht dein erster ist, wie waren denn die letzten Ramadanmonate, die du bisher erlebt hast? Hast du während der letzten Ramadanmonate dein Bestes gegeben und dich gut auf diese vorbereitet? Oder hast du am Ende der letzten Ramadanmonate eher ein schlechtes Gewissen gehabt, dass du bezüglich deiner Ibadat (gottesdienstlichen Handlungen) und Produktivität nicht alles gegeben hast und nachlässig warst? Hast du dir hinterher immer fest vorgenommen, dass der nächste Ramadan besser wird, aber es wurde kaum besser?

Damit dieser Ramadan definitiv erfolgreicher wird, als die letzten, solltest du dir erstmal Gedanken darüber machen, was in den letzten Ramadanmonaten nicht so gut funktioniert hat. Denn erst wenn man die Probleme genau identifiziert hat, kann man sich an die Arbeit machen diese zu lösen. Und wenn es dein erster Ramadan sein wird, ist es ebenfalls sehr sinnvoll dich jetzt mit den häufigsten Probleme auseinander zusetzen, die viele Muslime im Ramadan haben.

Kommen dir einige der folgenden Situationen im Ramadan bekannt vor?

  • Du hast mindestens einmal den Suhur und sogar das Morgengebet verschlafen und hast daher nach dem Aufwachen nicht nur einen großen Hunger und Durst gehabt, sondern es hat dich auch dein schlechtes Gewissen geplagt, dass du diese gesegnete Mahlzeit und das Morgengebet verpasst hast.
  • Du willst im Ramadan produktiv sein, aber du weisst nicht wie du das schaffen sollst und hast abgesehen von der Müdigkeit auch keinen Plan.
  • Du bist während des Fastens ab und zu leicht gereizt und es fällt dir währenddessen schwer ein gutes Benehmen zu zeigen, auf deine Zunge zu achten und dich nicht zu streiten. Wenn du es nicht geschafft hast deine schlechte Laune gegenüber anderen im Griff zu behalten, hat dich hinterher dein schlechtes Gewissen und die Befürchtung geplagt, dass dein Fasten vielleicht nicht angenommen wird.
  • Du hast dich im Ramadan vermehrt um die Zubereitung des Essens gekümmert und warst stundenlang damit beschäftigt, statt dich mehr um deine Ibadat und andere wichtige Dinge zu kümmern, die für deinen Erfolg wichtig sind.
  • Du hast dich nach dem Fastenbrechen sehr müde und erschöpft gefühlt und es fiel dir schwer das Nachtgebet und das Tarauih-Gebet zu verrichten und im Quran zu lesen.
  • Statt früh Schlafen zu gehen, hast du in der Nacht viel Zeit vor dem Fernsehr oder im Internet verbracht und hast daher kaum Zeit für das Lesen des Qurans, die Gebete und für das Gedenken ALLAHs "gefunden".
  • Du hast entweder viel zu wenig Schlaf gehabt und warst deswegen ständig müde, worunter auch deine Produktivität gelitten hat. Oder du hast die ganze Nacht durchgeschlafen und hast dadurch deine Ibadat, insbesondere das Tarauih-Gebet und das freiwillige Gebet in der Nacht vernachlässigt und vielleicht auch das Suhur und Morgengebet verpasst. Es fällt dir schwer einen Weg zu finden, sowohl genügend Schlaf zu bekommen, als auch die Zeit für die Gebete und Suhur zu finden. Du gehörst auch vielleicht zu den Personen, denen es schwer fällt direkt nach dem Suhur und Morgengebet wieder Schlafen zu gehen und weisst deswegen nicht, wie du es diesen Ramadan schaffen sollst, dieses Problem zu lösen.
  • Du hast dir fest vorgenommen in den letzten 10 Nächten des Ramadan mindestens eine Stunde vor dem Suhur zum freiwilligen Gebet in der Nacht (Qiyam-ul-Lail) aufzuwachen, aber du bist nur kurz vor der Morgendämmerung aufgewacht und die Zeit war leider zu knapp, so dass du dich zwischen dem Gebet und dem Suhur entscheiden musstest und verständlicherweise entschieden hast, den Suhur einzunehmen. Aber du hattest auch ständig die Befürchtung gehabt, dass du die Lailat-ul-Qadr (Die Nacht der Macht) verpasst hast und nicht richtig im Gebet verbringen konntest, wie du es dir eigentlich vorgenommen hast.
  • Immer wenn sich das Ende des Ramadanmonats nähert bereust du es, dass du es wiedereinmal nicht geschafft hast dich und deine Zeit während des Ramadans in den Griff zu kriegen und  endlich mal 30 Tage lang dein Bestes zu geben, damit auch du am Ende zu denen gehörst, deren Iman und Taqwa (Gottesfurcht) während des Ramadans stark zugenommen haben und deren gesamte Sünden von ALLAH vergeben wurden.
  • Sobald der Ramadan zu Ende ist, kehrst du wieder in alte schlechte Gewohnheiten zurück und der Ramadan hat wiedereinmal kaum was in deinem Leben bewirkt.

Kommt dir mindestens eine dieser Situationen bekannt vor? Wenn ja, dann musst du wissen, dass es nicht nur dir so geht. Das geht vielen Muslimen so. 

Du hast alhamdulillah den Willen an dir zu arbeiten und einen erfolgreichen Ramadan zu erleben. Das du hier bist und diesen Text hier liest, beweist, dass du nicht faul bist und an dir arbeiten willst. Du weisst, dass der Ramadan ein sehr wichtiger Monat ist, den man gut nutzen sollte, um viel für das jenseitige Leben vorrauszuschicken. Doch wenn man keinen Plan hat, wie man die Herausforderungen des Ramadans meistern und diesen zu einen erfolgreichen und produktiven Momant machen kann, hilft einem der gute Wille auch nicht weiter.

Wie schaft man es also, während des gesamten Ramadans sein Bestes zu geben und produktiv zu sein, wenn es oft schwer fällt den Herausforderungen des Ramadans stand zu halten?

Alhadulilllah gibt es viele Bücher und Vorträge über den Ramadan, die dir zwar das Wissen darüber vermitteln, was du alles im Ramadan tun kannst und solltest, aber sie helfen einem meistens nicht dabei sich und seine Zeit gut in den Griff zu kriegen, damit man das Wissen umsetzen und produktiv sein kann. Sie zeigen dir nicht, wie du es schaffen kannst im Ramadan neben den vielen Ibadat auch genügend Schlaf zu bekommen, sowie Zeit für alle anderen Lebensbereiche zu finden. Der Schlüssel zum Erfolg ist ja schließlich alles Wichtige unter einem Hut zu kriegen und sich gleichzeitig nicht zu überfordern. Alleine zu wissen, was du alles tun solltest reicht also nicht aus.

Was, wenn ich dir sage, dass du nur ein paar einfache praktische Schritte umzusetzen brauchst, damit du in der Lage sein kannst, den gesamten Ramadan über produktiv zu sein und das, obwohl du genügend Schlaf bekommst? Es bedarf auch nicht mal der großen langen Vorbereitung. Es gibt einige wenige simple Techniken, die dir dabei helfen deine Zeit und deine Nafs in den Griff zu kriegen und dein Durchhaltevermögen zu stärken.

Auf der Grundlage meiner jahrelangen Recherche zum Thema Lebens-, Selbst- und Zeitmanagement, sowie Produktivität im Ramadan, habe ich für den Ramadan einen 5-Schritte-Plan entworfen, der die Strategie wiedergibt, die der Prophet (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) und seine Gefährten (ALLAHs Wohlgefallen mit ihnen) angewendet haben, um erfolgreich zu sein.

Egal wie die deine bisherigen Ramadanmonate der letzten Jahre verliefen, dieser Ramadan kann dein bisher bester und erfolgreichster werden. Die folgede 5-Schritte-Anleitung, zeigt dir, wie auch du nach dem Vorbild des Propheten und der Gefährten einen produktiven und erfolgreichen Ramadan erleben kannst. Und ja, du kannst es schaffen, du brauchst nur die richtige Strategie und die bekommst du hier:

 

Wie du in 5 Schritten einen produktiven und erfolgreichen Ramadan erleben kannst

Produktivität bedeutet, dass man das richtige, mit der richtigen Absicht, zur richtigen Zeit auf die richtige Art und Weise tut, und dabei beständig ist. Und nur das führt zum Erfolg.

Die folgenden 5 Schritte helfen dir im Ramadan produktiv und damit erfolgreich zu werden, inschaALLAH.

1. Ziele setzen: Lege fest, was du diesen Ramadan erreichen willst

Als erstes ist es wichtig zu wissen, was du diesen Ramadan überhaupt genau erreichen willst und dir dafür Ziele zu setzen. Das klingt für manche merkwürdig, denn sie verstehen nicht warum man sich Ziele setzen sollte, wo es doch nach ihrem Verständnis nur darum geht zu fasten, das Tarauih-Gebet zu verrichten und Quran zu lesen.

Wie aber oben bereits erwähnt, ist der Ramadan die beste Gelegeheit, um sein Leben dauerhaft zu ändern und in Richtung Erfolg zu lenken. Aus diesem Grund sollte man darüber nachdenken, wo man in diesem Ramadan genau an sich arbeiten sollte und was man dafür tun kann. Die Sahaba waren sehr kritisch mit sich sebst und konnten sich nur deswegen weiterentwickeln und erfolgreich werden, weil sie ihre Ziele kannten und an diesen gearbeitet haben.

Wenn du dir keine Ziele setzt, was du mit Hilfe des Ramadans gerne erreichen willst, wird der Ramadan wieder schnell vorbei gehen, ohne dass du besonders viel erreicht hast. Ziele helfen uns das Beste zu geben und motivieren uns. Setze dir daher Ziele für folgende Bereiche:

  1. Ibadat verrichten: An welchen gottesdienstlichen Handlungen willst du arbeiten und was für freiwillige gottesdienstliche Handlungen willst du in welcher Intensität verrichten? Wenn du bisher z.B. nachlässig mit deinen Pflicht-Gebeten warst und das Morgengebet oft verschlafen hast, ist jetzt die richtige Zeit, um dich daran zu gewöhnen pünktlich und auch mit mehr Demut zu beten. Oder wenn du bisher gar nicht gebetet hast, was wohl nach dem Schirk (Götzendienst) die größte Sünde ist, solltest du damit jetzt beginnen. Setze dir Ziele, wie du mit Hilfe des Ramadans erreichen kannst deine Ibadat dauerhaft und auf beste Art und Weise zu verrichten. Nimm dir vor nicht nur im Ramadan bestimmte Ibadat durchzuführen, nimm dir das auch für die Zeit nach dem Ramadan vor.
  2. Sünden vermeiden: Wenn du regelmäßig bzw. häufig bestimmte Sünden tust, so solltst du dir nun Ziele setzen, um von diesen dauerhaft wegzukommen. Hierfür ist es wichtig, dass du schlechte Gewohnheiten mit guten ersetzt. Denn wir verrichten meistens Sünden, weil uns schlechte Gewohnheiten dahin führen. Was kannst du stattdessen tun, damit du diesen Sünden nicht näher kommst? Zu häufigen großen Sünden gehört es z.B. viel Schlechtes und Sinnloses zu reden und oft zu streiten. Was kannst du tun, damit du nicht in Situationen gerätst, die dich dazu verleiten mit deiner Zunge zu sündigen? Vielleicht rauchst du und du möchtest diesen Ramadan dazu nutzen um von dieser Sünde loszukommen? Setze dir Ziele, um dich von den Sünden für immer zu verabschieden. Ja, ich meine wirklich für immer und nicht nur während des Ramadans.
  3. Schlechte Gewohnheiten und Charakterschwäche: Vielleicht hast du noch andere schlechte Gewohnheiten, die zwar an sich keine Sünde sind, aber dich daran hindern erfolgreich zu sein, wie z.B. sinnloser Zeitvertreib, oder schlechte Ernährungsgewohnheiten. Das sind Dinge die dich daran hindern produktiv zu sein. So führen z.B. schlechte Ernährungsgewohnheiten dazu, dass du zu wenig Energie hast und dich erschöpft fühlst. Ersetze schlechte Gewohnheit durch gute und bleibe dauerhaft dabei, auch nach dem Ramadan. Vergiss nicht, der Ramadan ist der Monat der dauerhaften Veränderung.
  4. Familie & Verwandschaft: Der Ramadan ist eine schöne Zeit um an seinem Verhältnis zu den Familienmitgliedern, wie z.B. den Eltern, dem Ehepartner, oder den Kindern zu arbeiten und die Verwandtschaftsbande zu stärken. Woran willst du arbeiten? Wo wünschst du dir ein besseres Verhältnis? Vielleicht braucht jemand aus deiner Familie Hilfe und mehr Aufmerksamkeit. Setze dir Ziele was du gerne für einzelne Familienmitglieder tun möchtest.
  5. Umma & Da'wa: Der Ramadan ist der Monat der Freigiebigkeit und der Sadaqa. Unsere Umma benötigt viel mehr aktive Muslime, die sich mit ihrem Wissen und Können für die Gesellschaft engagieren. Es gibt immer was zu tun. ALLAH hat jedem von uns bestimmte Fähigkeiten gegeben, die wir einsetzen können, damit sich die Umma weiterentwickelt und es der Gesellschaft besser geht. Was ist deine Fähigkeit? Was kannst du tun? Warte nicht darauf, dass andere was tun. Frage dich immer, was du tun kannst. Fühle dich verantwortlich für die Umma und Gesellschaft. Starte ein Projekt bei dem du dauerhaft bleibst. Du kannst es auch zu deiner Berufung machen. Mache dich nützlich für die Welt, denn ALLAH liebt nützliche Muslime. Frage dich: Was will ich dieser Welt und der islamischen Umma hinterlassen wenn ich sterbe? Wie kann ich mich nützlich erweisen? Das war die Einstellung der Sahaba und großen bekannten Gelehrten. Stell dir vor jeder Muslim würde diese Einstellung haben... Dann wäre die Welt definitiv eine viel bessere.

Überlege dir also was du in diesen Bereichen und allen anderen Lebensbereichen mit Hilfe des Ramadans erreichen möchtest. Bei der Zielsetzung ist es übrigens sehr wichtig, dass du deine Ziele schriftlich formulierst und planst, sowie alle notwendigen Vorbereitungen triffst, die für die Durchführung notwendig sind. Wenn du das nicht tust, läufst du Gewähr deine Ziele nur vor dir herschieben und nicht daran zu arbeiten.

Wie man die Ziele sinnvoll formuliert und plant und wie man die Vorbreitungen dafür trifft, damit das Umsetzen nicht schwer fällt, behandle ich in meinem Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs im Detail. Mehr Infos zum Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs und wie du dich dafür anmelden kannst findest du hier.

 

2. Aufgabenmanagement: Verschaffe dir den Überblick über alle deine Aktivitäten

Der Prophet (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) und seine Gefährten (ALLAHs Wohlgefallen mit ihnen) haben allen ihren Lebensbereichen ihr Recht gegeben und wussten genau was zu tun ist und wo die Prioritäten liegen. Sie hatten also den Überblick über alle ihre Aktivitäten gehabt.

Damit du erfolgreich sein kannst brauchst auch ebenfalls diesen Überblick, insbesondere was die Prioritäten betrifft. Es ist wichtig, dass du alles aufschreibst was zu tun ist. Nur so kannst du den Überblick über alle deine Aufgaben und Termine bekommen. Und das ist wiederum notwendig, damit du Entscheidungen treffen kannst, was wann zu erledigen ist, oder was eher überflüssig ist etc. Das ist wiederum notwendig, damit du dich für den Ramadan und insbesondere für die letzten 10 Tage und Nächte des Ramadans entlasten, damit du mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge hast. So haben sich der Prophet (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) und seine Gefährten (ALLAHs Wohlgefallen mit ihnen) haben sich die letzten 10 Tagen und Nächten des Ramadans entlastet und für die Ibadat freigenommen.

Wie willst du aber produktiv und erfolgreich werden, wenn du nicht mal den Überblick über alle deine Aufgaben und Aktivitäten hast? Wenn du deine Aufgaben nicht aufschreibst und planst, wirst du einfach nur das erledigen was gerade ansteht. Das heißt du wirst eher reagieren statt in Richtung deiner Ziele zu agieren. Du wirst zwar Dinge erledigen, aber nicht unbedingt die wichtigen Dinge. Wenn du deine Zeit und deine Nafs in den Griff bekommen willst, dann musst du erstmal alles aufschreiben, was zu erledigen ist, inbesondere alles was für die Erreichung deiner Ziele notwendig sind.

Aber aufschreiben alleine reicht nicht. Es ist wichtig dabei richtig vorzugehen, denn es gibt ein paar Grundregeln zu beachten. Viele klagen darüber, dass sie zwar die Aufgaben aufschreiben und schriftlich planen, aber ihnen das trotzdem nicht hilft. Nun, das liegt daran, weil sie die Grundregeln nicht kennen und damit auch nicht beachten. 

Im Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs werde ich dir genau diese Grundregeln zeigen und Schritt für Schritt zeigen, wie du den notwendigen Überblick über alle deine Aufgaben und Termine bekommst, wie du deine Prioritäten richtig setzt und wie du dich für den Ramadan entlasten kannst.

 

3. Erstelle dir einen Zeitplan (Monats-, Wochen- und Tagesplan)

Es ist wichtig einen guten Zeitplan zu haben, damit du auch wirklich dazu kommst, wichtige Aufgaben zu erledigen und die Zeit dafür zu "finden". Dazu ist es wichtig, dass du inbesondere für alle wichtigen Aufgaben, die dich deinen Zielen näher bringen, feste Zeiträume "blockst". Sonst wirst du die Zeit eher mit unwichtigen Dingen füllen und dadurch viel Zeit verschwenden, was wir im Ramada ja absolut nicht wollen. Zeit für deine Aufgaben zu blocken ist also absolut notwendig, um vom bloßen Vorhaben zum Umsetzen kommen zu können. Also merke dir für immer: Du wirst Dinge erst dann umsetzen können, wenn du ihnen ihre feste Zeit gegeben hast. Ansonsten wirst du sie nur vor dir herschieben und keine Zeit dafür "finden", weil andere weniger wichtige Dinge deine Zeit eingenommen haben und dazwischen kommen.

Der Ramadan-Monatsplan

Nach dem du den Überblick über alle deine Aufgaben und Termine hast und deine Prioritäten kennst, ist es zuerst wichtig, dass du dir für den Ramadan zunächst einmal einen Monatsplan erstellst. Mit Hilfe des Monatplans kannst du vor allem planen welche Termine, wie z.B. Iftar-Einladungen, du wann legst und welche Aufgaben du in welcher Woche erledigen solltest. Der Monatsplan hilft dir vor allem dafür zu sorgen, dass du dir für die letzten 10 Tage und Nächte des Ramadans für den I'tikaf (Zurückziehen) und mehr Ibadat freinehmen kannst.

Damit du dich für diese besondere Zeit entlasten kannst, ist es wichtig, dass du viele Aufgaben möglichst für  vor dem Ramadan bzw. für die ersten 20 Tage des Ramadans, oder für die Zeit nach dem Ramadan planst. Aber verstehe mich nicht falsch. Das bedeurte nicht, dass du im Ramadan nicht arbeiten darfst und dass du dir ganz freinehmen sollst. Im Gegenteil: Der Ramadan ist die Zeit der Produktivität. Nur entlaste dich von Dingen, die nicht wichtig sind und die dich nicht deinen Zielen näherbringen, wie z.B. lange Einkäufe, große Haushaltsarbeit, übertriebene Essensvorbereitungen, etc. Das sind Dinge die dich erschöpfen und dir die wichtige Energie rauben, die du für die Ibadat brauchst, sowie für wichtige Ziele und Projekte die dir, deiner Familie und der Gesellschaft nützen. Versuche daher nicht so viele Termine und Aufgaben auf den Ramadan zu legen, die dich deinen Ramadan-Zielen nicht näher bringen und eher erschweren diese Ziele zu erreichen. Streiche alle unnötigen Aufgaben, bzw. nimm dir vor, diese vor oder nach dem Ramadan zu erledigen.

Wenn du eine Frau bist, so kann ich dir übrigens wärmstens empfehlen, dass du die Tage an denen du weder fasten noch beten kannst, dazu zu nutzt, um dich für alle anderen Ramadan-Tage zu entlasten. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass du Gäste möglichst nur zu diesen Tagen zum Iftar einlädst. So machst du es dir leichter und entlastest dich für die Tage, an denen du mehr Ibadat verrichten kannst.

Du siehst also eine sinnvolle Monatsplanung erleichtert es dir im Ramadan produktiv zu sein und erfolgreich zu handeln. Mit dem Wochen- und Tagesplan machst du anschließend die Feinplanung.

Der Wochenplan

Du weisst mit Hilfe des Monatsplan nun was diese Woche ansteht.  Ein Wochenplan ist unglaublich wichtig, wenn es darum geht Balance im Leben zu schaffen. Denn man kann viele Dinge nicht an einem einzigen Tag schaffen, dafür ist es möglich innerhalb einer Woche viel zu erledigen und an wirklich jedem Lebensbereich zu arbeiten. Der Wochenplan hilft dir insbesondere deine Ramadan-Ziele genauer zu planen und Woche für Woche zu überprüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist. Es ist insbesondere Wichtig einen Wochen-Routineplan zu haben, mit dem du allen wöchentlichen Aktivitäten ihren festen Tag widmest.

Der Tagesplan

Das mit abstand wichtigste Planungstool ist aber wohl der Tagesplan und das gilt insbesondere für den Ramadan. Um deine Tag zu planen ist es wichtig, dass du alle 24 Stunden desTages Stunde für Stunde durchgehst und überlegst, welche tägliche Aktivitäten du zu welcher Zeit erledigen willst. Dabei ist es vor allem wichtig, dass du Zeit für alle deine Lebensbereiche blockst, d.h. für die Ibada, für deine Familie, für deine Gesundheit, für deine Arbeit/Schule/Ausbildung, für Haushalt, für Erholfung und Schlaf, für deine Nafs etc. Gehe den Tagesplan wirklich Stunde für Stunde durch und blocke für alle wichtigen Aktivitäten die du täglich hast ihre Zeit. Erst wenn du so einen für dich optimalen Routine-Tagesplan hast, wirst du innerhalb dieser Zeitblöcke die Zeit für die dafür vorgesehenen Aufgaben finden.

Beachte bei der Tagesplanung, dass der Prophet und seine Gefährten ihre Zeit und ihr Leben immer um ihre Ibadat herum geplant und nicht umgekehrt und sie haben ihre Zeit nicht mit sinnlosem verschwendet. Sie haben auch allen ihren Lebensbereichen ihre notwendige Zeit gegeben und dazu gehört auch der Schlaf. Es ist sehr wichtig, dass du dir mit Hilfe des Tages-Routineplans die Schlafenszeit gut festlegst, damit du im Ramadan genügend Schlaf bekommst. Denn das häufigste Problem im Ramadan ist mangelnder Schlaf, Müdigkeit und Erschöpfung und das kommt daher, dass man seine Zeit nicht im Griff hat. Und wenn du dir keine feste Schlafenszeit planst, woher willst du dir die Schlafenszeit dann holen? Du wirst sie von der Zeit holen, die eigentlich für andere wichtige Aktivitäten wichtig ist, wie z.B. der Ibada. Damit das nicht passiert, ist es wirklich absolut notwendig, dass du deinen Tages-Routineplan erstellst, den du ab heute jeden Tag befolgst. Wenn du bezüglich Zeitmanagement dich nur an einer einzigen Sache festhalten willst, dann ist es der Tagesroutineplan. Er hilft dir Zeit für alle deine Lebensbereiche zu finden.

Im Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs zeige ich Schritt für Schritt, wie man den Tag, sowie die Woche und den gesamten Ramadanmonat sinnvoll plant. Die Zeitplanung fällt vielen sehr schwer und viele wissen nicht wie sie dabei genau vorgehen sollen. Der Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs hilft dir deinen persönlichen und sinnvollen Ramadan-Zeitplan zu erstellen.

 

4. Erleichtere dir das Umsetzen und überwinde so die Aufschieberitis

Damit du deinen Zeitplan auch wirklich umsetzt und ihn nicht verwirfst ist es wichtig, dass du dir das Umsetzen bzw. den ersten Start erleichterst. Denn der Start ist bekannterweise das Schwiergste. Damit du zum Umsetzen kommst sind drei Dinge notwendig:

  1. Motivation
  2. Energie
  3. Konzentration

1. Motivation: Die Motivation schöpfst du aus den Zielen die du für den Ramadan erstellt hast, bzw. erstellen willst. Denn zur Zielsetzung gehört auch, dass du den Grund kennst, warum du etwas bestimmtes erreichen willst und die Konsequenzen die es gibt, wenn du es nicht schaffst. Auch hilft es dir zu wissen, dass du dich maximal 30 Tage für eine Sache überwinden und motivieren musst. Denn nach diesen 30 Tagen wird es für dich sehr leicht sein, dich dazu zu bringen etwas zu erledigen. Das kannst du aus deinem alltäglichen Leben beobachten. Wieiviele Dinge erledigst du tattäglich aus Gewohnheit, ohne dass du dich großartig zu diesen Dingen überwinden und motivieren musst?

2. Energie: Wenn du total müde, schlapp und erschöpft bist, hilft dir auch deine Motivation nicht weiter. Du brauchst Körperenergie, damit du produktiv sein kannst. Dazu ist es nicht nur wichtig, dass du genügend Schlaf bekommst. Es ist auch absolut wichtig dich gesund zu ernähren, viel Wasser zu trinken, dich viel zu bewegen und oft an die frische Luft gehst. Wenn du bezüglich dieser Punkte schlechte Gewohnheiten hast, die dazu führen, dass du oft zu müde und ernergielos bist, dann ist jetzt richtige die Zeit um daran zu arbeiten.

3. Konzentration: Wenn du motiviert und fit bist, aber du von allen Seiten gestört bist, wirst du auch nicht zum Handeln kommen. Daher ist es wichtig, dass du dafür sorgst, dass es keine äußeren, aber auch keine inneren Ablenkungen gibt, die dich am Umsetzen hindern. Die äußeren Ablenkungen, z.B. durch andere Personen sind klar. Die inneren Ablenkungen kommen von dir heraus, durch langes Grübeln, abschweifen etc. Was ist es, was dich daran hindert dich zu konzentrieren. Es ist nun Zeit dafür zu sorgen, dass du dich ab heute besser konzentrieren kannst. Du brauchst insbesondere viel Konzentration beim Gebet. Identifiziere alles was dich daran hindert dich im Gebet konzentrieren zu können und beseitige sie. Du wirst sehen, die meiste Ablenkung kommt durch deine eigenen Gedanken. Arbeite an deiner Präsenz. Sie ist für die korrekte Umsetzung absolut wichtig.

 

Meistere diese drei Dinge und du wirst es endlich schaffen wichtige Aufgaben zu erledigen, und nicht mehr lange vor dir her zu schieben.

Im Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs zeige mit Hilfe der besten und bewährtesten Techniken, wie du diese drei Punkte meisterst, so dass du kein Problem mehr mit dem Umsetzen hast. Diese Techniken haben mir persönlich sehr bei dem Problem des ständigen Aufschiebens sehr stark geholfen und ich bin mir sicher, sie wird auch dir helfen.

 

5. Stärke dein Durchhaltevermögen und erziehe deine Nafs

Wenn du es geschafft hast Dinge umzusetzen, ist es nun nur noch wichtig dran zu bleiben und nicht aufzugeben, bis du dir die Aktivität zu einer guten Gewohnheit gemacht hast. Denn dann fällt es dir sehr viel leicht und du musst dich nicht mehr jedesmal dazu überwinden.

Doch damit du am Ball bleiben kannst sind mindestens folgende Mittel notwendig:

1. Sich zur Rechenschaft ziehen: Es wichtig dich jeden Abend zur Rechenschaft zu ziehen und an deinen Ramadanzielen zu erinnern und warum du sie erreichen willst. Damit stärkst du jedes mal deine Motivation. Ich empfehle hierfür einen Ramadan-Tagebuch zu führen. Viele die ein solches Buch führen berichten, wie sehr es ihnen dabei geholfen hat nicht aufzugeben.

2. Die Gemeinschaft: In der Sura al-'Asr beschreibt ALLAH die Erfolgreichen damit, dass sie Iman haben, gutes tun und dass sie sich gegenseitig die Wahrheit und die Geduld ans Herz legen. Das heißt sie unterstützen sich gegenseitig auf dem richtigen Weg zu bleiben. Deswegen ist die Gemeinschaft gerade im Ramadan sehr wichtig. Das ist auch der Grund warum es empfohlen wird, das Tarauih-Gebet in der Moschee zu verrichten. Eine gute Gemeinschaft hilft einem nicht nachlässig zu werden. 

Das besondere im Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs ist, dass wir einen internen Forum haben, in welchem wir uns im gesamten Ramdan über bestärken und motivieren am Ball zu bleiben. Das kann dir zusätzlich zum Moscheebesuch und Beisammensein mit der Familie sehr helfen, insbesondere weil wir im Forum nur über das Thema Produktivität im Ramadan reden und keine sinnlosen und unwichtigen Gespräche führen. Weiter unten kannst du erfahren, wie du am Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs teilnehmen kanst.

 

Wenn du diesen 5-Schritte-Plan umsetzt, wirst du es endlich schaffen den bisher produktivsten und erfolgreichsten Ramadan überhaupt zu erleben und viel fürs Diesseits und Jenseits zu gewinnen.

Ich hoffe ich konnte dir mit dieser 5-Schritte-Anleitung helfen. Wenn du gerne wissen willst, wie du die einzelnen Schritte genau durchführen sollst, um einen deinen bisher besten und produktivsten Ramadan erleben zu können, dann empfehle ich dir am Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs teilzunehmen, den ich extra dafür entwickelt habe.

 

Der Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs

Der Ramdan-Erfolgs-Online-Kurs ist ein umfassender Kurs, der dich an die Hand nimmt und sehr detailliert zeigt dir, wie du alle notwendigen Schritte genau umsetzen sollst, damit auch du inschaALLAH einen besonders produktiven und erfolgreichen Ramadan erleben kannst.

Du kannst die oben aufgelisteten Schritte also entweder auf eigener Faust durchgehen, oder, du kannst dir aber auch eine Menge Zeit und Stress sparen, in dem du am Ramdan-Erfolgs-Online-Kurs teilnimmst.  Denn der Ramadan ist eine kurze Zeit und der Monat vergeht sehr sehr schnell.

Der Ramadan-Erfolgs-Online-Kurs hilft dir viel Zeit zu sparen und lässt dich während der Umsetzung nicht allein. Da du nicht auf dich alleine gestellt bist, wird es dir inschaALLAH leichter fallen, den gesamten Ramadan über produktiv zu sein und nicht nachlässig zu werden.

Wenn du dich bisher nur wenig, oder überhaupt nicht auf den Ramadan vorbereitet hast und nicht weisst, wo du anfangen sollst, wird dir dieser Kurs sehr viel helfen können, inschaALLAH. Der Kurs setzt auch nicht voraus, dass du bereits viel Wissen im Islam hast. D.h. wenn du frisch konvertiert bist und es dein erster Ramadan ist und du dich im Moment sehr überfordert fühlst, ist der Kurs ebenfalls genau richtig für dich.

Außerdem bilden wir im Kurs eine schöne Community. Wir werden uns im Laufe des Ramadans gegenseitig unterstützen und bestärken. Das ist insbesondere sehr schön für solche, die sich im Ramadan eher einsam fühlen. Es ist eine schöne private Atmosphäre, wo nur solche teilnehmen, die es wirklich ernst meinen und an sich arbeiten wollen.

Erfahre hier mehr wie du an dem Kurs teilnehmen kannst

 

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Jazakallahu kharain. Möge ALLAH es dir mit dem Besten vergelten. Amin!

Wa alaykum salam wa rahmatullahi wa barakatuh,

Hadhemi Gafsi

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